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Der geheimnisvolle Schatz von Troja

Also, ich hab mir gestern den ersten Teil angeguckt und muss sagen: Ich bin begeistert! ein toller Film bisher! und joa, ...

„Schliemann bleibt ein Mythos“
Interview mit Heino Ferch alias Heinrich Schliemann

Herr Ferch, was ist Ihre Achillesferse?

Früher war es die Ungeduld. In den ersten Jahren meiner Karriere dachte ich: Ich kann alles, aber ich bekomme nicht die Chance, es zu zeigen. Gleichzeitig spürte ich die Angst vor dem Scheitern in mir. Gott sei Dank hat die nicht Überhand genommen.

Was hat Ihnen geholfen?

Der Schauspielberuf lehrt Demut und Disziplin. Die nötige Disziplin habe ich außerdem durch den Turnsport mitbekommen. Beim Turnen fällt man oft auf die Fresse, aber man kann nur weiterkommen, wenn man wieder zurück ans Gerät geht.

Wer waren die Helden Ihrer Kindheit?

Die beiden Meeresforscher Jacques Cousteau und Hans Hass haben mich schon immer stark beeindruckt. Hollywood-Legenden wie Burt Lancaster, Fred Astaire, Bing Crosby und Danny Kaye haben schließlich dazu beigetragen, dass mich das Theaterfieber packte und ich mit 15 meine ersten Bühnenauftritte hatte.

Wer hat Ihr Talent zuerst entdeckt?

Das war der Regisseur Franz Baur-Pantouiler. Er hat als Solotänzer an der Bayerischen Staatsoper angefangen, hat später als Regisseur zahlreiche Musicals, Opern und anderen Veranstaltungen wie die Eröffnung der Olympischen Spiele 1972 inszeniert. Ende der 70er suchte er für das Musical „Can Can“ in meiner Heimatstadt Bremerhaven Artisten, die Tanz und Akrobatik gut verbinden konnten. Ich wurde von ihm engagiert. Er hat mich gefördert und in mir das Feuer für die Bühne entfacht. Später haben wir uns dann am Mozarteum in Salzburg wieder getroffen, er als Professor, ich als Schauspielschüler.

Viele Hauptrollen später: Gibt es einen gemeinsamen Nenner zwischen Ihren großen Figuren?

Mich haben immer Menschen interessiert, die unter Druck von allen Seiten stehen und trotzdem ihren Weg gehen wollen. Eine offensichtliche Gemeinsamkeit zwischen meinen Rollen im „Tunnel“, dem „Wunder von Lengede“ und Heinrich Schliemann ist, dass ich einen Spaten in der Hand habe und mich irgendwo durchgrabe. Man könnte sagen: Die „Digger Trilogie“ ist damit abgeschlossen.

Wie haben Sie sich der Figur Heinrich Schliemann genähert?

Die Idee, das Thema Schliemann in einem Event-Zweiteiler aufzugreifen, kommt ursprünglich von meiner Agentin und mir. Bei Ariane Krampe und „teamWorx“ fiel dieser Anstoß auf äußerst fruchtbaren Boden. Ich habe mehr als ein Dutzend Bücher gelesen, die das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. So ist über die Jahre in mir ein Gefühl dafür entstanden, was für ein Mensch Schliemann gewesen sein könnte. Besonders reizvoll an dem Stoff ist, dass es um Schliemann eine gewisse Grauzone gibt. Böse Zunge behaupten ja, er habe sich den Ruhm nur erschlichen. Tatsächlich hat er sich nicht nur seine Frau, sondern auch seinen Doktortitel gekauft. Er war ein Selfmade-Akademiker und hatte durchaus hochstaplerische und chauvinistische Züge. Dennoch bleibt Schliemann ein Mythos, der bis in unsere Zeit reicht, und ein Mann, der für seinen Traum bis an die Grenze seiner Erschöpfung gegangen ist.

Eine Ihrer großen Leidenschaften ist das Reiten. Kam bei den Reitszenen in Kroatien so etwas wie Karl-May-Feeling auf?

Damals gab es viel mehr weiße Flecken auf der Landkarte als heute. Und wer die finanziellen Möglichkeiten dazu hatte, konnte diese Flecken auch entdecken. Schliemann kam aus einfachsten Verhältnissen einer mecklenburgischen Familie und hat sich als geschäftstüchtiger Investment-Banker zum Selfmade-Multimillionär hochgearbeitet. Gleichzeitig war er von dem Gedanken besessen, dass die griechischen Sagen einen realen Hintergrund haben, dass Troja wirklich existierte. Die Türkei war damals eine völlig unbekannte Welt für einen Mitteleuropäer. 1870 dort auf eigene Faust hinzufahren und eine Schippe in den Boden zu rammen, finde ich bewundernswert.

Dennoch dürfte die Tatsache, dass sich Schliemann eine 17-jährige Griechin als Braut gekauft hat, für Diskussionen sorgen.

Das hoffe ich! Dieses Verhalten zeugt von grenzenlosem Chauvinismus, erzählt aber auch von Schliemanns Einsamkeit und Ambivalenz. Von seiner russischen Ehefrau wurde er mit einer anderen Frau betrogen. Als Reaktion erschien es ihm logisch, sich eine Frau zu kaufen. Doch nicht irgendeine, eine Griechin musste es sein, in diesem Fall die Tochter eines Geschäftspartners. Als er in die Türkei reiste, hatte er 25000 Zeilen Homer im Kopf, Troja wollte er unbedingt an der Seite „seiner Helena“ ausgraben. Er hat sie wie ein Oberlehrer unterrichtet und wollte sie nach seinem Gusto formen. Ein großer Reiz der Filmgeschichte zwischen Schliemann und Sophia liegt darin, dass der erste Kuss zwischen beiden erst ungefähr auf Drehbuchseite 250 statt findet. Bis dahin wird gestritten, sich vertragen, abgereist, wieder angereist usw. Irgendwann erkennt sie seine Faszination und zwischen beiden entflammt wahre Leidenschaft.

Die Szenen mit Mélanie Doutey wurden auf Englisch gedreht. Wie verlief die Zusammenarbeit mit ihr?

Ich verstehe Französisch, aber Mélanie versteht kein Deutsch. Ich bestand also darauf, dass die Szenen, in denen der Heartbeat des Films liegt, in der gleichen Sprache gedreht werden. Mélanie hat diese große Herausforderung mit Bravour gemeistert. Sie ist einfach eine schöne, patente, bodenständige und kraftvolle Frau – die perfekte Besetzung für die Rolle. Bei der Besetzung ihrer Rolle habe ich mich für ein in Deutschland absolut unbekanntes Gesicht stark gemacht. Denn der Zuschauer soll, sozusagen mit Schliemanns Augen, auf eine unbekannte, gleichzeitig faszinierende Frau treffen und sich immer mehr von ihr einnehmen lassen.

Die Troja-Ausgrabung wurde im brandenburgischen Marwitz inszeniert. War es schwierig für Sie, dort echte Schatzsucher-Stimmung herzustellen?

Überhaupt nicht. Ich finde es gigantisch, was die Location-Scouts und Setbauer geleistet haben – auch auf der Insel Pak in Kroatien, wo der Weg von und zur Ausgrabungsstätte gedreht wurde. Dort hatten wir teilweise über fünfzig Grad in der Sonne und der weiße, sehr aggressive Stein reflektierte die Sonne noch zusätzlich. Wir haben alle gemeinsam gelitten, aber es vermittelte uns auch den Eindruck: So ähnlich muss es gewesen sein! Für die Ausgrabungsstelle wurde ein wetterfester Lehmboden gesucht, in den man auch mal was „reinschnitzen“ kann, ohne, dass der Regen alles wegwäscht. Wenn es dann in diesem heißen Sommer doch mal regnete, stand das Wasser am Set in Marwitz ein, zwei Meter hoch, so dass es abgepumpt werden musste. Die Balken, Kräne und Türme erinnerten mich an die Zorro-Filme. Wir hatten Zelte, wir hatten Regen, wir hatten Mücken – allein was die Ausstattung angeht, war Marwitz die perfekte Illusion.

(Quelle: sat1.de
20.3.07 13:59
 


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